Marktstammdatenregister: Balkonkraftwerk anmelden / Anmeldung

Seit dem 1. April 2024 ist es dank des "Solarpaket I" noch einfacher geworden, ein Balkonkraftwerk anzumelden. Der Prozess wurde stark vereinfacht, und die bürokratischen Hürden sind deutlich gesunken. Die Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur ist dabei der einzige verpflichtende Schritt, eine zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber ist nicht mehr notwendig.


Hier erfährst du, warum die Anmeldung wichtig ist, welche Daten du benötigst und wie der Registrierungsprozess Schritt für Schritt abläuft.


Warum die Balkonkraftwerk Anmeldung im Marktstammdatenregister Pflicht ist

Jede Stromerzeugungsanlage, die an das öffentliche Netz angeschlossen wird, muss in Deutschland im zentralen Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden. Das gilt auch für kleine Balkonkraftwerke, die du ebenfalls anmelden musst.


Die Anmeldung dient mehreren Zwecken:

  • Gesetzliche Vorgabe: Es ist gesetzlich vorgeschrieben, um einen Überblick über alle Stromerzeuger zu haben.
  • Transparenz: Es sorgt für Transparenz im Strommarkt und hilft bei der Erfassung der dezentralen Energieerzeugung.
  • Sicherheit: Dein Netzbetreiber wird automatisch über die Anlage informiert und kann bei Bedarf sicherstellen, dass dein Stromzähler für die Einspeisung geeignet ist.


Wenn du dein Balkonkraftwerk nicht innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme anmeldest, kann dies als Ordnungswidrigkeit gewertet werden und im schlimmsten Fall zu Bußgeldern führen.


Diese Daten brauchst du für die Marktstammdatenregister Anmeldung

Bevor du mit der Registrierung beginnst, halte folgende Informationen bereit:

  • Persönliche Daten: Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Geburtsdatum.
  • Anlagendaten:
    • Datum der Inbetriebnahme: Das ist der Tag, an dem du dein Balkonkraftwerk das erste Mal an das Stromnetz angeschlossen hast.
    • Leistung der Solarmodule: Die Gesamtleistung aller Solarmodule in Watt-Peak (Wp). Diese findest du auf dem Datenblatt deiner Module.
    • Leistung des Wechselrichters: Die maximale Einspeiseleistung deines Wechselrichters in Watt (W). Auch diese Angabe steht auf dem Datenblatt. Seit dem Solarpaket I liegt dieser Grenzwert bei 800 W.
    • Anzahl der Module: Wie viele Solarmodule umfasst deine Anlage?
    • Zählernummer: Die Nummer deines Stromzählers, die du auf deiner Stromrechnung oder direkt auf dem Zähler findest.


Schritt-für-Schritt-Anleitung: So meldest du dein Balkonkraftwerk an

Der Prozess ist online in wenigen Minuten erledigt und du kannst das Balkonkraftwerk kostenlos anmelden.


Schritt 1: Benutzerkonto anlegen

  • Besuche das Webportal des Marktstammdatenregisters unter www.marktstammdatenregister.de.
  • Klicke auf „Registrieren“ und erstelle ein persönliches Benutzerkonto.
  • Gib deine E-Mail-Adresse und ein Passwort ein.
  • Du erhältst eine Bestätigungs-E-Mail, die du anklicken musst, um dein Konto zu aktivieren.


Schritt 2: Als Betreiber registrieren

  • Logge dich mit deinem neuen Konto ein.
  • Wähle „Neue Registrierung starten“ und anschließend „Betreiber“ > „Natürliche Person (privat)“.
  • Gib deine persönlichen Daten ein und schließe die Registrierung als Anlagenbetreiber ab.


Schritt 3: Das Balkonkraftwerk registrieren

  • Nun kannst du die Anlage selbst registrieren. Wähle im Menü „Anlage“ > „Solareinheit“.
  • Wähle die Option „Steckerfertige Solaranlage“. Ein vereinfachter Assistent führt dich durch den Prozess.
  • Gib die technischen Daten deines Balkonkraftwerks ein, die du zuvor gesammelt hast (Inbetriebnahmedatum, Modul- und Wechselrichterleistung, Zählernummer etc.).
  • Überprüfe alle Angaben und schließe die Registrierung ab.


Nach erfolgreicher Registrierung kannst du eine Bestätigung als PDF herunterladen und zu deinen Unterlagen nehmen. Der zuständige Netzbetreiber wird automatisch von der Bundesnetzagentur über deine Anlage informiert.